Blind-Date Edition #8 „Take On Me“

Was kommt dabei heraus, wenn sich 11 Blogger*innen zu einem festlegten Song Gedanken machen und die entstandenen Beiträge zeitgleich ins Internet stellen? Unter dem Motto „Take On Me“ hat jede*r von uns einen Beitrag zu dem gleichnamigen Song von a-ha geschrieben.

Wir wissen nicht, was die anderen geschrieben haben, es gab keine inhaltliche Abstimmung und wir sind sehr gespannt auf das Ergebnis!

Mit dabei sind:

Gartenbaukunst, Beetkultur, Der Hagenberg, The Boho Shack, Cardamonchai, Garteninspektor, Faun & Farn, Laubenhausmädchen, Ein Stück Arbeit, WirGartenkinder und Berlingarten

Viel Spaß beim Lesen!

Die Idee eines „musikalischen Blind Dates“ wurde von Björn von Gartenbaukunst ins Leben gerufen und ich freue mich dabei zu sein. Dieses Jahr haben alle teilnehmenden Blogger*innen einen Song zum Thema „Childhood Memories“ eingereicht und es wurde abgestimmt. Die Wahl des Songs, der uns durch dieses virtuelle Treffen begleitet, ist auf „Take On Me“ von a-ha gefallen. Ein Lied, das wohl an keinem vorüberging, den Norwegern als Radio-Dauerbrenner wohl auch 36 Jahre nach Veröffentlichung noch gut die Kasse füllt. Und Morten Harkets Kopfstimme ist wahrlich legendär.

In meinem Leben vor den Kindern und dem Schrebergarten war ich ziemlich musikverrückt. Popkultur war meine Religion! Auch beruflich hat mich der Musikjournalismus einige Jahre begleitet.

Als ich im Jahr 2001 volljährig wurde, lagen die 1980er weit hinter uns, bei Veröffentlichung von „Take On Me“ war ich gerade zwei Jahre alt. Ehrlicherweise fällt das bei mir in die Zeit der Kindheit, an die ich mich nicht erinnern kann. Ab 2001 gab es aber ein richtiges 80s-Revival und Popklassiker wurden in schrägen „Mash ups“ wild gemischt oder ein mehr oder minder bekannter DJ fertigte einen Remix des Klassikers an. Also haben mich in meiner wichtigsten Jugendzeit dann doch die 80er begleitet. Und nicht selten liefen bei MTV, was ich gerne nach einer durchtanzten Nacht noch etwas im Fernsehen dudeln ließ, Lieder wie „Take On Me“, deren Musikvideo ebenso wie der Song selbst in die Musikgeschichte eingingen.

„Take on me“ bedeutet auf Deutsch so viel wie „Nimm mich an“ und auch die Vergänglichkeit an sich wird besungen. Mit dem Annehmen hat man dieser Tage auf jeden Fall seinen „struggle“, man kämpft mit seiner persönlichen Mischung aus Durchhaltewillen und Verzweiflung, aus Trübsinn, Antriebslosigkeit und Hoffnung, der Vorfreude auf das alte Leben, von dem man an schwierigen Tagen glaubt, dass man dort hin nicht zurück könne, weil zwischenzeitlich zu viel Wasser den Rhein hinunter geflossen sei.

Poster „No rain, no flowers“

Der Garten lehrt mich nicht nur Geduld und Demut, er lehrt mich auch, dass das Leben ein Kreislauf ist, die Jahreszeiten nicht immer gleich, aber doch beständig in ihrem Kommen und Gehen. Stauden ziehen sich im Winter teils vollständig zurück und blühen im Sommer dennoch groß und wunderschön. Einjährige geben ihr Bestes Insekten Nahrung zu bieten und erfreuen dabei unser menschliches Auge. Auch sie kommen wieder, denn sie bilden Samen und kehren auf diese Weise zurück. Manchmal an anderer Stelle, aber selten sind sie ganz verschwunden.

„Take On Me“ ist für mich ein Lied, das mir Hoffnung schenkt und mich daran erinnert, wie viel Kraft nicht nur in der Natur steckt, sondern auch in mir selbst. Durchhänger, ob kurz oder lang, gehören dazu, aber noch habe ich es immer geschafft, gestärkt aus jeder Krise hervorzugehen. Und sei es nur, um zu wissen, was ich nicht will. Daran halte ich mich fest, wie eine Schwalbenschwanz-Raupe am Fenchelgrün.

Sommerwiese in unserem Garten mit einjährigen Blumen

Popkultur

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