Die Laubenküche

Bei Instagram habe ich euch bereits das Makeover unserer Laubenküche gezeigt. Da mich aber immer wieder viele Rückfragen erreichen, schreibe ich euch hier die wichtigsten Infos und Bezugsquellen auf.

Die Wände

Die häufigste Rückfrage: Was habt ihr mit den Wänden gemacht? Die Wände der Küche in der Laube waren vorher zu drei Seiten braun gefliest. Wir haben uns entschieden, diese auf zwei Seiten mit Resinence Beton Mineral Nr. 14 Hellgrau zu verputzen. Wir haben für die beiden Wände zwei Eimer benötigt. Es wäre deutlich besser gewesen, wenn wir das in einem Rutsch aufgebracht hätten, das ging aber zeitlich leider nicht und so haben wir nun in der kleineren der beiden Wände einen Absatz, den man sieht, obwohl wir nachher alles geschliffen haben. Das liegt wohl daran, dass die Mischung des Putzes nicht auf den Milliliter genau die gleiche Menge an Wasser beinhaltete oder die Temperaturen beim Trocknen andere waren. Insofern unser Tipp: plant genug Zeit und Material ein, das an einem Tag zu erledigen, zumindest Wände als ganzes fertig machen zu können.

Wir waren erst vom Ergebnis etwas enttäuscht (siehe Instagram-„Küchen“-Highlight), aber nachdem wir mit Schleifpapier nachgeschliffen und auch noch die glänzende Versiegelung aufgebracht haben, waren wir sehr zufrieden. Diese empfehle ich also dringend, obwohl sie hochpreisig ist. Für uns war sie auch wichtig, weil wir das Spülbecken ohne Fliesenspiegel in Betrieb haben.

Aus Kosten- und Zeitgründen haben wir uns entschieden, die Fliesen um das Fenster herum mit dunkelgrauer Fliesenfarbe zu streichen. Wir haben die teuerste im Baumarkt verfügbare Farbe gewählt, aber wir sind mit der Haltbarkeit dennoch leider nicht zufrieden. Ich denke, werden wir im nächsten Jahr noch nachbessern und eventuell auch noch Betonputz aufbringen.

Das Beste am Beton-Effekt-Putz: Man muss nicht verputzen können! Der grobe Effekt ist ja genau so gewünscht und man wird auf jeden Fall Erfolg haben.

Beton-Effekt-Putz

Die Küchenzeile

Als Küchenzeile haben wir ein Element der IKEA Värde-Serie gewählt. Diese Modulküche gibt es bei IKEA nicht mehr zu kaufen. Da wir aber ohnehin große Kleinanzeigen-Fans sind und gerne auf Schnäppchenjagd gehen, sind wir dort auch dieses Mal fündig geworden. Eine nette Familie vom Niederrhein hatte das Modul zu verschenken. Es war nur eine Tür dran und der rechte Teil war ausgeschnitten, weil dort die Spülmaschine stand, aber das schöne Retro-Keramik-Spülbecken von IKEA war auch mit dabei.

In der Laube haben wir das Küchenmodul auf der rechten Seite wieder mit einem Boden aus OSB-Platte versehen und einer neuen Rückwand, beides aus dem Baumarkt. Wir haben die OSB-Platte mit Winkeln angebracht. Das hält sehr gut. Bei IKEA haben wir eine neue Arbeitsplatte im Beton-Look geholt, passend zur Wand aber in einem dunkleren Farbton (Kostenpunkt 39 EUR). Das Spülbecken habe ich mit Waschbenzin gereinigt, so dass wirklich jeder alte Dreck rückstandslos entfernt wurde.

Da wir kein Wasser in der Laube haben (kein Zuwasser und kein Abwasser), holen wir Wasser zum Spülen an unserer Wasserleitung im Garten mit einem Eimer und fangen das Abwasser hinterher auch wieder mit einem Eimer auf. Das Wasser kippe ich meistens auf den Kompost. Ich habe darauf geachtet Spülmittel zu benutzen, das zu 100 % biologisch abbaubar ist.

Unter der Spüle

Wir haben uns aus optischen Gründen dafür entschieden, die Värde-Küche nicht mit den dazugehörigen Türen zu bestücken, sondern ich habe einen Leinenvorhang angebracht, dieser ist ebenfalls von IKEA (Meterware). Genäht habe ich ihn auch nicht, stattdessen habe ich das Bügelband von IKEA benutzt, um ihn passend zu machen, das hat nur ca. 10 Minuten gedauert.

Die Kochplatte

Da wir auch keinen Strom in der Laube haben, haben wir uns bei der Kochplatte für ein 2-flammiges Gaskochfeld entschieden, welches mit einer Gasflasche betrieben werden kann. Darauf muss man beim Kauf achten, da spezielle Düsen (und Druckminderer) zum Einsatz kommen müssen. Ich habe dieses Kochfeld für ca. 90 EUR als Neuware beim allseits bekannten Online-Auktionshaus gekauft.

Apropos kein Strom: Es war sehr schweißtreibend in die Arbeitsplatte die Aussparungen für Spülbecken und Kochfeld per Hand sägen zu müssen. Aber da weiß man hinterher, was man getan hat – tagelang!

Die Regale

Das Regal über der Küchenzeile ist ein einfaches Kieferholzbrett aus dem Baumarkt, ebenso die Trägerwinkel. Diese waren mit einer Wasserwaage schnell angebracht und dank Akkubohrer ist das zum Glück auch ohne Strom gut zu bewältigen gewesen. Die Stange mit dem Gewürzregal an der Seite waren ein weiteres Geschenk zu dem IKEA Värde-Element, was wir dankend angenommen haben.

Auf der gegenüberliegenden Seite der Küche haben wir zwei IKEA Hyllis Metallregale aufgestellt, um noch etwas Stauraum zu gewinnen. Ich finde, sie passen perfekt zum Beton-Look der Küche.

Die Deko

Bei der Deko habe ich fast nur Dinge angeschleppt, die wir ohnehin schon zu Hause hatten und dort zu viel wurden. Es ist wirklich ein Dilemma, wenn man gerne auf den Flohmarkt geht, aber zu Hause dennoch nicht alles überfrachten möchte. Ein Glück, dass wir die Laube haben!

Einzig die Kupferpfannen habe ich speziell zur Laubendekoration gekauft, gebraucht beim Online-Auktionshaus für nicht mal 8 EUR. Die waren also ein echtes Schnäppchen. Und ich liebe sie!

Als Notbeleuchtung haben wir mehrere batteriebetriebene Campingleuchten in Form einer Glühbirne. Eine größere von HEMA und mehrere kleine von Action.

Vorher – Nachher

Hinweis: alles wurde selbst bezahlt. Die Hinweise auf die Produkte und/oder wo ich etwas gekauft habe gebe ich euch deshalb, weil ich das sehr oft gefragt werde.

Allgemein Laubenküche Makeover

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